Holocaust-Papst

Der Papst, der Spiegel und Bischof Williamson

Es gibt mal wieder einen handfesten Skandal, jedenfalls nach Auffassung des Zentralrates der Juden, und nachfolgend natürlich zahlreicher Medien, Politiker usw. Auch Frau Merkel forderte den Papst auf, die Entscheidung, Bischof Williamson, der 1988 exkommuniziert worden war und jetzt wieder in die katholische Kirche aufgenommen wurde, zurechtzuweisen. Was hätte Frau Merkel wohl gesagt, wenn der Papst sie aufgefordert hätte, Martin Hohmann nicht aus der CDU herauszuwerfen, da er ein überzeugter Katholik sei, und schließlich in einer erzkatholischen Stadt über 50% der Wählerstimmen für die CDU geholt habe? Sie hätte sich sicherlich verbeten, daß der Papst sich in die Belange ihrer Partei einmischt, und es ihr gutes Recht sei, auf Forderung des Zentralrates der Juden Hohmann aus der Partei zu werfen, weil er auf die Tatsache hingewiesen hatte, daß ein weit überdurchschnittlicher jüdischer Anteil bei den Machern der bolschewistischen Revolution, die Millionen und Abermillionen Tote auf dem Gewissen hatten, gegeben sei.

Was ist nun die Auffassung von Williamson? Der „Spiegel“, der angeblich nach seiner Behauptung umfassend informiert, berichtet auf etlichen Seiten in der Nummer 6 vom 02.02.2009 darüber, wieviel Kritik es am Papst wegen der Wiederaufnahme von Williamson in die Kirche gäbe. Man erfährt aber herzlich wenig darüber, was Williamson eigentlich gesagt hat in seinem Interview, das er dem schwedischen Fernsehen gegeben hat. Es heißt dazu auf Seite 41 des „Spiegel“: „Der Brite hatte erst vor 2 Wochen bei einem Deutschland-Besuch dem schwedischen Fernsehen erklärt: „Kein einziger Jude ist in einer Gaskammer umgekommen.“ Dann redete der 68-jährige Cambridge-Absolvent noch viel über technisch ungeeignete Schornsteinhöhen und undichte Türen in Auschwitz. Als er nach seinem Antisemitismus gefragt wurde, antwortete Williamson: „Wenn Antisemitismus schlecht ist, ist er gegen die Wahrheit. Wenn etwas wahr ist, ist es nicht schlecht. Mich interessiert das Wort Antisemitismus nicht.“

Sehen wir uns einmal etwas genauer an, was Williamson gesagt hat. Zunächst einmal zum „Antisemitismus-Vorwurf“, der bei einem Bischof, dessen Heiland ein Jude ist, sowieso schon absurd ist. Ausweislich des Interviews, wie es im Weltnetz unter „unglaublichkeiten.com“ am 22.1.2009 veröffentlicht wurde, hat Williamson gesagt: „Ich richte mich nach dem, was nach meinem Urteil die historische Faktenlage ist - Leuten gemäß, die diese Faktenlage untersucht haben. Ich glaube, was sie festgestellt haben. Wenn sie ihre Feststellungen änderten, würde ich vermutlich diesen Feststellungen folgen, weil ich denke, weil sie aufgrund der Faktenlage urteilen. Ich glaube, daß 200.000-300.000 Juden in nationalsozialistischen Konzentrationslagern umkamen - aber keiner von ihnen in einer Gaskammer.“

Daraufhin der Reporter: „Ist das nicht Antisemitismus? Was ist Antisemitismus?“ Darauf Williamson: „Wenn Antisemitismus schlecht ist, ist er gegen die Wahrheit. Wenn etwas wahr ist, ist es nicht schlecht. Mich interessiert das Wort Antisemitismus nicht.“

Daraufhin wendet der Reporter ein, daß ihn ein Bischof einen Antisemiten nenne. Williamson: „Der Bischof kann mich einen Dinosaurier nennen oder einen Idioten. Er kann mich nennen, was er will. Es geht hier nicht darum, welche Namen man verwendet. Das ist eine Frage der historischen Wahrheit. Die historische Wahrheit richtet sich nach der Faktenlage, und nicht nach Gefühlen (…) Es hat bestimmt eine gewaltige Ausbeutung (des Holocausts) gegeben. Deutschland hat Milliarden und Milliarden Deutsche Mark und jetzt Euros gezahlt, weil die Deutschen einen Schuldkomplex haben, weil sie 6 Millionen Juden vergast hätten. Aber ich glaube nicht, daß 6 Millionen Juden vergast wurden. Seien Sie vorsichtig, ich bitte Sie. Das ist gegen das Gesetz in Deutschland. Wenn es da einen Deutschen gäbe (schaut sich um), dann könnten Sie mich in ein deutsches Gefängnis bringen, bevor ich Deutschland verlasse. Ich hoffe, das ist nicht Ihre Absicht.“

Wenn der „Spiegel“ also behauptet, Williamson sei „nach seinem Antisemitismus“ gefragt worden, so ist das falsch; Williamson betrachtet sich selbst nicht als Antisemiten, sondern ist der Auffassung, wenn auf Fakten hingewiesen werde, habe dies nichts mit Antisemitismus zu tun; er betrachtet dies als ein Schlagwort, das Personen, die politisch unkorrekte Äußerungen tun, die aber gleichwohl wahr sind, angehängt wird. Ihn deshalb als Antisemiten zu bezeichnen, ist mit Rücksicht darauf falsch.

Aber interessanter wäre, wenn der „Spiegel“ ausgeführt hätte, weswegen Williamson zu seiner Auffassung gelangt sei. Die Holocaust-Leugner werden ja als „kleiner Kreis von politischen Extremisten“ bezeichnet, die aus „offensichtlicher Dummheit, Unbelehrbarkeit oder Böswilligkeit“ bestreiten, daß Millionen Juden in Gaskammern umgekommen seien. Was finden wir dazu im Interview?

Der Reporter fragte: „Sind das Ihre Worte: „Kein einziger Jude wurde in Gaskammern umgebracht. Das waren alles Lügen, Lügen, Lügen.“ Daraufhin Williamson: „Sie zitieren hier eine aus Kanada stammende Aussage von vor vielen Jahren. Ich meine, daß die historische Faktenlage sehr stark, ja überaus stark dagegen spricht, daß 6 Millionen Juden gezielt in Gaskammern vergast wurden als eine gezielte Strategie von Adolf Hitler.“
Reporter: „Aber Sie sagen, daß nicht ein einziger Jude getötet wurde.“ Williamson: „ … in Gaskammern.“ Reporter: „Also gab es keine Gaskammern?“ Bischof Williamson: „Ich glaube, daß es keine Gaskammern gegeben hat, soweit ich die historische Faktenlage studiert habe. Ich folge nicht Gefühlen. (…) Die Revisionisten also, wie sie genannt werden, kommen zu dem Schluss, und die Ernsthaften unter ihnen glauben, daß etwa 200.000 oder 300.000 Juden in nationalsozialistischen Konzentrationslagern umkamen, aber niemand durch Vergasungen in Gaskammern. Sie haben vielleicht vom Leuchter-Report gehört. Fred Leuchter war ein Fachmann für Gaskammern. Er plante für 3 der 50 US-Bundesstaaten 3 Gaskammern für die Hinrichtung von Verbechern. Er wusste, worum es geht.



Er studierte irgendwann in den 80er Jahren die Überreste der angeblichen Gaskammern - z.B. die Krematorien in Auschwitz und Birkenau. Und seine Schlussfolgerung als Fachmann war, daß es unmöglich ist, daß diese Anlagen jemals für die Vergasung einer großen Menge von Menschen gedient haben könnten.

Denn Zyanid- Gas ist sehr gefährlich. Nehmen wir an, jemand will 300 Menschen vergasen, die in eine Kammer eingesperrt wurden. Wenn irgendwelche Kleider tragen, die die Leichen herausholen wollen, ist es sehr gefährlich hineinzugehen und die Leichen herauszuholen. Denn schon das wenige Gas, das sich z.B. in der Kleidung dieser Menschen festgesetzt hat, wird diese Personen töten. Das ist sehr gefährlich. Wenn Menschen vergast werden, muß man das Gas zuerst ableiten, um in die Kammer hineingehen zu können. Um das Gas zu entfernen, braucht es einen hohen Schornstein. Wenn der Schornstein zu niedrig ist, fällt das Gas von oben herab und tötet die Vorbeigehenden. (…) Es gab keinen solchen Schornstein. Das spricht für das Zeugnis von Fred Leuchter, daß es keine solchen Schornsteine gegeben haben kann. Er schaute auch auf die Türen, und sagte, daß die Tür völlig luftundurchlässig sein muß. Ansonsten wird das Gas wiederum nach außen dringen und die Menschen draußen töten. Die Tür der Gaskammern, die den Touristen in Auschwitz gezeigt wird, ist absolut nicht luftundurchlässig.“

Der „Spiegel“ bringt diese Dinge natürlich gar nicht, sondern tut so, als ob der Bischof irgendetwas gefaselt hätte. Daß er sich auf ein Gerichtsgutachten von Leuchter, der die Richtigkeit vor einem kanadischen Gericht beschworen hat, beruft, welches er offensichtlich sorgfältig studiert hat, kann man dem „Spiegel“ nicht entnehmen. Daß sich die „undichten Türen“ (es geht im übrigen nur um eine Tür) auf die in Auschwitz gezeigte Menschengaskammer bezieht, und darauf, daß die Menschen außerhalb der Gaskammer bei solchen Türen sterben würden, weil durch die Tür Gas nach außen strömen würde, kann der „Spiegel“-Leser auch nicht erfahren. Diese Aussage, die Williamson nicht als „Irren“ erscheinen lassen, der blind ist für „offenkundige Erkenntnisse“, vermisst man im „Spiegel“. Stattdessen wird breit über „Christen gegen Juden“ berichtet, ein Interview mit Salomon Korn, dem Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden in Deutschland, gebracht (was völlig überflüssig ist, weil dessen Meinung dazu sowieso klar ist) und räsoniert über einen angeblich neuen Kurs, die der „ehemalige Hitler-Junge Joseph Ratzinger“ fahre, was natürlich besonders schlimm sei, denn bei unserer Vergangenheit, und immer wieder die Deutschen…usw. pp.

Was man von einem Nachrichtenmagazin verlangen kann, ist, daß es die Tatsachen bringt, was in diesem Artikel „So bitter, so traurig“ nicht umfassend geschieht. Es wird nicht gesagt, wieso Williamson seine Meinung hat und warum er darauf beharrt und erklärt, lediglich dann, wenn von den Antirevisionisten die Fakten widerlegt würden, würde er seine Meinung revidieren. Es ist sicherlich davon auszugehen, daß zahlreiche Katholiken sich die Einmischung von Vertretern anderer Religionsgemeinschaften verbitten, und ebenso, daß ein Michel Friedmann sich wiederum als „moralische Instanz“ aufspielt und den Papst kritisiert.

Diese werden aber natürlich im „Spiegel“ nicht zitiert, weil man wünscht, daß der Papst zu Kreuze kriecht, den Bischof wieder exkommuniziert, da Williamson selbst schon gezeigt hat, daß ihn der Medienrummel, das Geschreie der veröffentlichten Meinung kalt lässt. Es wird wirklich spannend sein, inwieweit eine kleine religiöse Minderheit in Deutschland nicht nur auf Merkel und Co. Einfluss hat, sondern die Vertreter der größten Religionsgemeinschaft Deutschlands auf die Knie zwingen kann, dank ihrer Helfershelfer in Politik und Medien.

Jürgen Rieger
13.02.2009


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